Lungenembolie Wie Schnell Stirbt Man?

Lungenembolie Wie Schnell Stirbt Man
Welche Symptome hat man bei einer Lungenembolie? – Die Beschwerden bei einer Lungenembolie reichen von leichter Luftnot und etwas Husten bis hin zu plötzlich einsetzenden Schmerzen im Brustkorb, Angst- und Beklemmungsgefühlen sowie schwerer Atemnot. Grund dafür sind die verstopften Lungenarterien, die verhindern, dass ausreichend Blut in die Lunge gelangt.

Wie lange braucht eine Lungenembolie bis zum tot?

Eine Lungenembolie ist ein potenziell lebensbedrohliches Ereignis, da durch die Verstopfung einer Lungenarterie durch ein Blutgerinnsel das Herz überlastet wird und dies im schlimmsten Fall zu Herzversagen führt. Die Ursache einer Lungenembolie ist zu 95 % ein völliger oder teilweiser Verschluss von Lungenarterien durch ein Blutgerinnsel (Thrombembolie, Thrombose ).

  1. Ein Thrombus entsteht meist in den tiefen Bein- und Beckenvenen und wird durch den venösen Blutstrom in die Verzweigung der Lungengefäße transportiert.
  2. Durch den Verschluss einer großen Lungenarterie kann das zum Zerfall des Lungengewebes ( Lungeninfarkt ) und einer Überlastung des Herzens führen.
  3. Typische Symptome sind im akuten Stadium z.B.

plötzliche Atemnot, Schwindel. Herzrasen, Schweißausbrüche, rasselnde Lungengeräusche oder Ohnmacht kennzeichnen eine massive Lungenembolie. Eine Lungenembolie muss nach der Diagnose sofort akutmedizinisch behandelt werden, andernfalls besteht die Gefahr, dass sie innerhalb von 1-2 Stunden tödlich endet.

Die Lungenembolie ist eine Herz-Kreislauf-Erkrankung und dritthäufigste Todesursache in Österreich. Etwa 4.000 Österreicher sterben jährlich daran, in Europa liegt die Zahl der Todesfälle bei einer halben Million Menschen. Bei einer Lungenembolie kommt es durch eine Störung des Blutflusses zu einer Verstopfung der Lungenarterie.

In 95 % der Fälle ist die Lungenembolie eine Komplikation einer großen Beinvenenthrombose. Dabei löst sich ein Thrombus (Blutgerinnsel) aus der Beinvene, gelangt durch den Blutstrom in die rechte Herzkammer, von dort aus in die Lungenarterie und verstopft ein Lungengefäß (Lungeninfarkt).

  • Der Schweregrad einer Embolie ist abhängig von der Größe des Gerinnsels.
  • Verstopft ein großer Thrombus das Lungengefäß, kommt es zu einem Rückstau des Blutes in der rechten Herzkammer.
  • Das Herz pumpt stärker und rascher und versucht, den Druck in der rechten Herzkammer zu minimieren, indem es sich vergrößert.

Wird die Lungenembolie nicht ehestens behandelt, kann das Herz diesem Druck nicht mehr standhalten und kann in kürzester Zeit aufgrund der Überlastung versagen. Eine bessere Prognose ist gegeben, wenn der Thrombus kleiner ist oder ein nur kleines Gefäß blockiert.

Operationen bzw. längere Bettlägerigkeit (Thromobosenbildung) Herzschwäche ( Herzinsuffizienz ) Vorliegende tiefe Venenthrombose Blutdruck unter 100 mmHg Behandlung bösartiger Tumore innerhalb der letzten 6 Monate Rauchen Hormonelle Verhütungsmittel und Rauchen Virchowsche Trias, diese ist eine Kombination nachstehender 3 (Trias-)Kriterien: Gefäßschäden durch Verletzungen, Operationen (Katheter), Entzündungen Verlangsamter Blutstrom (z.B. durch langes Sitzen “Reisethrombose”, verhinderte “Muskelpumpe” in den Beinvenen, Tumore) Veränderung der Gefäße (z.B. infolge einer Schwangerschaft, einer Chemotherapie, Operationen ohne Thromboseprophylaxe)

Eine Lungenembolie kann (in etwa 5%) entstehen, wenn die Lungenarterie durch

Fett (z.B. Austritt von Knochenmark nach Brüchen) Luft (z.B. durch nicht fachgerecht angewendete Injektionen, Herzkatheter ) Gewebe (z.B. Tumorzellen) Bakterien Fruchtwasseraustritt (bei der Geburt)

blockiert wird. Eine Lungenembolie kann unterschiedliche Schweregrade haben. Bei nachstehenden Symptomen sollte sofort ein Notarzt gerufen werden und gegebenenfalls eine Wiederbelebung des Betroffenen erfolgen:

Wie lange kann man mit einer Lungenembolie leben?

Verlauf nach überstandener Akutphase – Auch nach überstandener Akutphase einer LE weisen die betroffenen Patienten im Verlauf eine schlechtere Prognose auf als diejenigen, die keine LE erlitten haben. Dies gilt sowohl für provozierte als auch für nicht provozierte LEs (8). Die Sterblichkeit der LE-Patienten beträgt in den ersten 14 Tagen 11,4 % und in den ersten drei Monaten 17,4 % (6). Somit ist auch nach Überstehen der unmittelbaren Krankenhaus- und Akutphase die subakute Phase weiterhin mit einer besonderen Gefährdung belastet. Trotz der Häufigkeit der LE, und der sie verursachenden TVT (tiefen Bein- und Beckenvenenthrombose), und der ernsten Prognose spielt sie gegenwärtig in der Rehabilitation kardiovaskulärer Erkrankungen ausweislich der jährlichen Statistiken der Deutschen Rentenversicherung (DRV) nur eine untergeordnete Rolle. Im eigenen Patientenkollektiv bilden Patienten mit LE lediglich < 5 % des kardiovaskulären Patientenkollektivs. In den Reha-Leitlinien der DRV im Bereich der Kardiologie und Angiologie und in den jährlichen Reha-Berichten der DRV wird die LE nur in einer untergeordneten Weise erwähnt, obwohl im AHB-Indikationskatalog der DRV, dem sich die Krankenkassen anschließen, die akute LE mit relevantem Perfusionsausfall eine AHB-Indikation darstellt. Strukturierte Nachsorgeprogramme und Leitlinien der Fachgesellschaften zur Nachsorge nach stattgehabter VTE und LE fehlen bislang trotz der enormen Häufigkeit der VTE. Ebenso enthalten die Leitlinien der Fachgesellschaften keine Aussagen zur Rehabilitation nach überstandener LE. Untersuchungen über die Rehabilitation nach überstandener Akutphase der LE fehlen. Bei inzwischen kurzer Krankenhausverweildauer von wenigen Tagen oder auch ambulanter Behandlung ist die weitere Behandlung mit den neuen oralen Antikoagulantien inzwischen auf den ersten Blick einfacher geworden.

Wie lange kann man unbemerkt eine Lungenembolie haben?

Symptome – Eine Lungenembolie kann je nach Größe des verstopften Blutgefäßes unbemerkt bleiben oder – im schlimmsten Fall – tödlich verlaufen und das sogar innerhalb von wenigen Stunden. Die Problematik bei Lungenembolien ist, dass die Symptome sehr unspezifisch sind und deshalb auch auf andere Erkrankungen zutreffen.

  1. Brustschmerzen
  2. Schmerzen beim Atmen
  3. Atemnot oder pfeifende Atmung, Kurzatmigkeit
  4. Husten mit oder ohne Blut
  5. Beschleunigter Herzschlag, Herzrasen, Herzstolpern
  6. Niedriger Blutdruck
  7. Angst und Panikattacken
  8. Schweißausbrüche
  9. Schwindel
  10. Ohnmacht (plötzliche Bewußtlosigkeit, Kreislaufschock)

Die genannten Symptome sollten Sie unbedingt ernst nehmen und vorsichtshalber einen Arzt konsultieren. In der Regel treten nicht alle Krankheitszeichen gemeinsam auf. Außerdem werden sie von Patient zu Patient unterschiedlich empfunden. Gerade bei Menschen mit erhöhten Risikofaktoren oder bettlägerigen Personen ist besondere Vorsicht geboten.

Wie kündigt sich eine Lungenembolie an?

Typische Anzeichen sind plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, blutiger Husten, Schwindel, Benommenheit und Herzrasen. Eine schwere Lungenembolie kann lebensbedrohlich sein und muss möglichst schnell im Krankenhaus behandelt werden. Zur Therapie werden insbesondere Medikamente eingesetzt, die die Blutgerinnung hemmen.

Hat man Schmerzen wenn man an einer Lungenembolie stirbt?

Welche Symptome hat man bei einer Lungenembolie? – Die Beschwerden bei einer Lungenembolie reichen von leichter Luftnot und etwas Husten bis hin zu plötzlich einsetzenden Schmerzen im Brustkorb, Angst- und Beklemmungsgefühlen sowie schwerer Atemnot. Grund dafür sind die verstopften Lungenarterien, die verhindern, dass ausreichend Blut in die Lunge gelangt.

Hat man bei einer Lungenembolie Schmerzen?

Typische Symptome einer Lungenembolie – Die typischen Beschwerden einer Lungenembolie sind Atemnot und Schmerzen im Brustkorb, die sich bei tiefen Atemzügen verschlimmern. Weitere Symptome können:

HustenSchwindeleine bläuliche Verfärbung der HautBewusstlosigkeit sein.

Bei Personen, die ein Blutgerinnsel im Bein haben, kann es an diesem zu Rötungen und Schwellungen kommen. Wenn Du Dir unsicher bist, ob diese Beschwerden auf Dich oder eine andere Person zutreffen, starte eine,

Wie hoch ist die Sterblichkeitsrate bei Lungenembolie?

Entstehung – Ein eine Lungenembolie auslösendes Blutgerinnsel entsteht in bis zu 80 % aller Fälle in den tiefen Bein- oder Beckenvenen und gelangt über die untere Hohlvene, den rechten Vorhof und Ventrikel des Herzens in beide Pulmonalarterien, Im Verlauf bleibt der Thrombus stecken und verschließt das Gefäß.

  • Je größer der Thrombus, desto größer ist das dahinter nicht mehr durchblutete Lungengebiet.
  • Oft handelt es sich um mehrere Thromben, die gleichzeitig oder auch in zeitlichem Abstand Lungengefäße ganz oder teilweise verstopfen.
  • Auch können beide Lungenflügel eines Patienten betroffen sein.
  • Unter der Geburt kann es auch zu Fruchtwasserembolien, bei Brüchen der langen Röhrenknochen (z.B.

Femur ) zu Fettembolien kommen. Selbst Knochenmarksembolien sind in der Lunge möglich. Weiter können bei Verletzungen oder ärztlichen Maßnahmen Luft oder andere Gase (beispielsweise CO 2 im Rahmen einer Laparoskopie ) ins venöse Gefäßsystem gelangen. Die Lungenembolie gehört zu den am häufigsten übersehenen Todesursachen.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eine Lungenembolie zu überleben?

Behandlung der Lungenembolie – Lungenembolien sind in der überwiegenden Mehrheit der Fälle gut mittels blutverdünnenden Medikamenten behandelbar und heilen meist folgenlos wieder aus. Ausgedehntere Lungenembolien mit Befall von größeren können dagegen lebensgefährlich werden.

Manche überleben die ersten Stunden nach dem Beginn der Symptome nicht. Daher ist eine umgehende Diagnostik oder Behandlung bei Lungenembolien auch so wichtig. Dann besteht die Möglichkeit, dass Sie sich wieder vollständig erholen. Wer einmal Lungenembolien durchgemacht hat, besitzt zudem ein erhöhtes Risiko für weitere Embolien.

Sollten Sie trotz Behandlung der Lungenembolien mittels Blutverdünnung nach drei bis sechs Monaten immer noch Beschwerden haben, sollten Sie sich unbedingt in ärztliche Behandlung begeben. Eine Lungenembolie kann noch weitere Komplikationen und Folgen nach sich ziehen.

Wie lange liegt man im Krankenhaus mit einer Lungenembolie?

Kommentar: Die akute Lungenembolie gilt als lebensbedrohliche Erkrankung. Des- halb erfolgt in der Regel die notfallmäßige stationäre Einweisung und eine mehrtätige stationäre Behandlung und Beobachtung. Die Fallpauschalen definieren die mittlere Verweildauer mit zehn Tagen.

Wie oft endet eine Lungenembolie tödlich?

Entfernung des Gerinnsels mit Katheter – Für schwere Lungenembolien gibt es ein neues Therapieverfahren, bei dem das Blutgerinnsel per Katheter mit Hilfe eines Vakuums aus der Lunge gesaugt wird. In den USA sind mit diesem Verfahren bisher rund 70.000 Patientinnen und Patienten behandelt worden.

Wie beginnt eine Lungenembolie?

Was ist eine Lungenembolie? – Eine Lungenembolie (Lungenarterienembolie) entsteht, wenn ein Blutgerinnsel ein oder mehrere Lungengefäße verstopft, Das Gerinnsel stammt meist aus den Venen des Beines oder Beckens. Es ist über das Herz in die Lungenarterie eingeschwemmt worden.

Kann man mit einer Lungenembolie alt werden?

Lebensqualität nach akuter Lungenarterienembolie am 4. April 2018 Abdruck frei nur mit Quellenhinweis – gegebenenfalls mit Bildmaterial Dr. Karsten Keller, Mainz Hintergrund: Zu den möglichen Langzeitfolgen einer akuten Lungenembolie (LE) zählen ein Lungenembolie-Rezidiv, die Entwicklung einer tiefen Venenthrombose, eines postthrombotischen Syndroms nach tiefer Beinvenenthrombose sowie einer chronisch thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH) als auch Blutungen aufgrund der notwendigen Antikoagulation. Neben diesen beschriebenen Komplikationen haben einige Studien gezeigt, dass ca. die Hälfte der Patienten nach einer Lungenembolie an persistierenden Symptomen, wie zum Beispiel anhaltender Dyspnoe, und funktionellen Einschränkungen leiden sowie über eine eingeschränkte Lebensqualität berichten. Obwohl die Lebensqualität bei Patienten mit anderen kardiovaskulären Krankheitsbildern, wie Herzinsuffizienz und pulmonal-arterieller Hypertonie, gut untersucht ist, eine reduzierte Lebensqualität mit einer schlechteren Prognose in Zusammenhang steht und in klinischen Studien bereits als Endpunkt Verwendung findet, war die Lebensqualität nach überlebter akuter Lungenembolie bislang nur im Fokus weniger Studien. Daher bestand das Ziel der vorliegenden Studie darin, den deutschsprachigen krankheitsspezifischen Lebensqualitäts-Fragebogen für Patienten nach einer Lungenembolie (englische Bezeichnung: Pulmonary Embolism Quality of Life ) zu validieren, Assoziationen zwischen der Lebensqualität und sowohl klinischen als auch funktionalen Parametern sechs Monate nach dem Lungenembolie-Ereignis zu identifizieren und die prognostische Relevanz der erfassten Lebensqualität in Bezug auf das Langzeitüberleben zu untersuchen. Hierfür wurde den Patienten mit einer akuten Lungenembolie, die im Zeitraum zwischen Januar 2011 und August 2013 in das „Lungenembolie-Register Göttingen” (Pulmonary Embolism Registry Göttingen ) eingeschlossen worden waren, angeboten, sich sechs Monate nach dem Lungenembolie-Ereignis zu einem Nachuntersuchungstermin vorzustellen. Beim Nachuntersuchungstermin wurden sowohl eine erneute Anamnese erhoben als auch eine klinische Untersuchung, eine transthorakale Echokardiographie und eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Lebensqualität der Patienten wurde anhand der deutschsprachigen Version des PEmb-QoL Fragebogens erfasst, welcher sich aus sechs Fragenkategorien zusammensetzt („Häufigkeit der Beschwerden”, „Beeinträchtigungen bei Aktivitäten des Alltags”, „Beeinträchtigungen bei Aktivitäten des Berufslebens”, „soziale Beeinträchtigungen”, „Intensität der Beschwerden”, „emotional-psychische Beeinträchtigungen”), ermittelt, Echokardiographische Zeichen einer rechtsventrikulären Dysfunktion zum Zeitpunkt des Nachuntersuchungstermins waren definiert als Vorhandensein eines der folgenden Kriterien : basaler Durchmesser des rechten Ventrikels >4.2 cm, tricuspid annular plane systolic excursion (TAPSE) <1.6 cm, erhöhter rechts-atrialer Druck bei fehlendem inspiratorischen Kollaps der Vena cava inferior, Geschwindigkeit des Trikuspidalklappeninsuffizienzjets ≥2.8 m/s und/oder das Vorliegen eines Perikardergusses. Ein "post-Lungenembolie-Syndrom" war definiert als eine Kombination aus dem Vorliegen einer rechtsventrikulären Dysfunktion (wie oben beschrieben) und zusätzlich dem Vorhandensein von mindestens einem klinischen Zeichen oder erhöhtem Labor-Parameter bestehend aus peripheren Ödemen, Dyspnoe/Ermüdbarkeit (NYHA Klasse III/IV) oder erhöhten geschlechts- und altersspezifischen NT-proBNP-Blutplasmawerten, Die interne Konsistenz-Reliabilität, die Konstruktvalidität und die Zusammenhänge zwischen den PEmb-QoL-Ergebnissen und klinischen Patientencharakteristika als auch Untersuchungsergebnissen und dem sozio-ökonomischen Status (Familienstand, Kinder, Wohnort, Ausbildung, Beruf und Einkommen) wurden mit standardisierten statistischen Verfahren untersucht. Weiterhin wurde der Einfluss der Lebensqualitätsergebnisse auf das Langzeitüberleben der Patienten analysiert. Insgesamt nahmen 101 Patienten (medianes Alter 69 Jahre, 48,5% Frauen) die Einladung an, sich im Median 208 (185-242) Tage nach der akuten Lungenembolie untersuchen zu lassen; der PEmb-QoL Fragebogen wurde von 86% der Patienten komplettiert. Die interne Konsistenz-Reliabilität war als ausreichend zu betrachten (Cronbach α=0,77-0,91) mit Ausnahme der Fragen-Kategorie "Intensität der Beschwerden" (α=0,54). Die Konstruktvalidität zeigte akzeptable Assoziationen der Einzelfragen mit den vorgesehenen Eingruppierungen im Gesamtfragebogenkonstrukt, jedoch ließen einige der Fragenkategorien deutliche Bodeneffekte beobachten (12,0-59,2%). Insgesamt entwickelten 12,9% der Patienten ein postthrombotisches Syndrom, 4,0% eine CTEPH, bei 5,9% wurde eine Krebserkrankung neu diagnostiziert und kein Patient erlitt ein Lungenembolie-Rezidiv.18,8% der Patienten berichteten zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung über Dyspnoe bereits bei leichten körperlichen Belastungen (NYHA Klasse III/IV), bei 25,3% wurde ein "post-Lungenembolie-Syndrom" diagnostiziert und bei 15,7% wurde eine Depression festgestellt. Während eine Dyspnoe (NYHA Klasse III/IV) mit allen Fragenkategorien außer „emotional-psychische Beeinträchtigungen" in Zusammenhang stand, war ein "post-Lungenembolie-Syndrom" nur mit der Fragenkategorie "Beeinträchtigungen bei Aktivitäten des Berufslebens" (OR 3,4 ; p=0,041) assoziiert. Im Gegensatz dazu wurden die verschiedenen Kategorien des PEmb-QoLs weder durch eine Depression, noch durch eine Krebserkrankung oder eine rechtsventrikuläre Dysfunktion beeinflusst und der sozio-ökonomische Status wirkte sich nur gering auf die Lebensqualität aus (Abbildung 1A). Insgesamt verstarben 12 Patienten (11,9%) im Langzeitbeobachtungszeitraum (3,6 Jahre). Die Fragendimensionen „Beeinträchtigungen bei Aktivitäten des Alltags", „Beeinträchtigungen bei Aktivitäten des Berufslebens", „soziale Beeinträchtigungen" und „emotional-psychische Beeinträchtigungen" waren jeweils mit einem erhöhten Risiko assoziiert, im Langzeitverlauf zu versterben (Abbildung 1B). Im Gegensatz dazu, hatten alle anderen untersuchten Parameter zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung – einschließlich des "post-Lungenembolie-Syndroms" – keinen relevanten Einfluss auf das Langzeitüberleben. Folgende Schlussfolgerungen sind daraus ableitbar: Der deutschsprachige PEmb-QoL Fragebogen ist ein validiertes, zuverlässiges Instrument, um die Lebensqualität von Patienten sechs Monate nach einer Lungenembolie zu untersuchen; trotzdem zeigte unsere Untersuchung Schwächen des Fragebogens auf, welche durch größere Bodeneffekte der Fragenkategorien gekennzeichnet sind. Wichtige Einflussfaktoren mit Auswirkungen auf die Lebensqualität sind Dyspnoe (NYHA Klasse III/IV) und das Vorliegen eines "post-Lungenembolie-Syndrom" sechs Monate nach dem Lungenembolie-Ereignis. Darüber hinaus war eine reduzierte Lebensqualität mit einem erhöhten Risiko verbunden, im Langzeitverlauf zu versterben. Literatur:

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Klok, F.A., et al., Quality of life after pulmonary embolism: validation of the PEmb-QoL Questionnaire. J Thromb Haemost, 2010.8 (3): p.523-32. Rudski, L.G., et al., Guidelines for the echocardiographic assessment of the right heart in adults: a report from the American Society of Echocardiography endorsed by the European Association of Echocardiography, a registered branch of the European Society of Cardiology, and the Canadian Society of Echocardiography. J Am Soc Echocardiogr, 2010.23 (7): p.685-713; quiz 786-8. Konstantinides, S.V., et al., Late outcomes after acute pulmonary embolism: rationale and design of FOCUS, a prospective observational multicenter cohort study. J Thromb Thrombolysis, 2016.42 (4): p.600-9.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 10.500 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa.

Wie fühlt sich leichte Lungenembolie an?

10.01.2022 Wenn Lungengefäße durch ein Gerinnsel verstopfen, sind die Symptome häufig diffus, oder es stehen Luftnot, Brustschmerzen beim Einatmen, eine erhöhte Herzfrequenz oder vorübergehender Bewusstseinsverlust im Vordergrund. Häufige Ursache für eine akute Lungenembolie sind tiefe Venenthrombosen (TVT). Risikofaktoren für TVT sind u.a. längere Inaktivität, z.B. aufgrund von Bettruhe im Krankenhaus nach einem Knochenbruch oder einer Verletzung, größere Operationen sowie Blutgerinnungsstörungen.

  • Auch das Zusammenspiel aus Risikofaktoren wie Alter über 60 Jahre, familiäre Veranlagung (Eltern oder Geschwister hatten eine Thrombose), Herzschwäche, Krebserkrankung, Adipositas, Rauchen oder stark ausgeprägte Krampfadern erhöht das Risiko einer Thrombose.
  • Bei einer akuten Lungenembolie wird ein Blutgerinnsel (Thrombus) über das Venensystem verschleppt und verschließt eine oder mehrere Lungenarterien, woraufhin das Herz schwer belastet werden kann.

Eine Thrombose entsteht am häufigsten im tiefen Venensystem der Beine und des Beckens, ganz selten im rechten Herzvorhof oder in den Venen der oberen Gliedmaßen. Insbesondere bei Frauen im Alter zwischen 15 und 55 Jahren ist die akute Lungenarterienembolie für bis zu 13 von 1.000 Todesfällen verantwortlich (bei Schwangeren gehört sie zu den häufigsten Todesursachen).

  • Bei älteren Menschen über 80 Jahre liegt die Gesamtzahl der Todesfälle durch eine Lungenarterienembolie bei über 80 Fällen pro 100.000 Einwohner.
  • Tückisch an der Lungenembolie ist: Sie kann häufig ohne merkliche Beschwerden verlaufen oder – im Einzelfall – zum akuten Herz-Kreislauf-Versagen (kardiogener Schock) führen.

„Die Symptome einer Lungenembolie sind vielfältig und recht uneindeutig”, berichtet der Kardiologe Dr. Dr. med. Lukas Hobohm vom Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz in HERZ heute. „Häufig stehen Luftnot, Schmerzen in der Brust und Schmerzen beim Einatmen, eine Herzfrequenz von über 100 Herzschlägen pro Minute oder ein vorübergehender Bewusstseinsverlust, auch Synkope genannt, im Vordergrund.” Bei der Diagnostik gehen Ärzte gemäß Leitlinien „risikoadaptiert” vor.

Für Patienten, die mit kardiogenem Schock eingeliefert werden, ist bei Verdacht auf eine Lungenembolie die Ursache per Notfall-Algorithmus zu sichern, „damit die Blutgerinnsel gegebenenfalls rasch mit Medikamenten oder mit einem Katheter Katheter Das sind Kunststoffschläuche, die in der Herzmedizin häufig bei der Diagnose und Therapie verwendet werden.

aufgelöst beziehungsweise entfernt werden können”, so Hobohm. Bei den rund 90 % Patienten mit akuter Lungenembolie, die sich bei Klinikaufnahme nicht im kardiogenen Schock befinden, wird die Diagnose schrittweise auf Basis der Symptome und klinischen Befunde gestellt.

Ein D-Dimer-Bluttest kann bei der Einschätzung einer Lungenembolie als wahrscheinliche Ursache helfen. Der Test weist Eiweiße (D-Dimere) nach, die im Körper beim Abbau von Blutgerinnseln entstehen. Die Dauer des Klinikaufenthalts bei einer Lungenembolie hängt von Faktoren wie Alter und Begleiterkrankungen ab.

Ob die Embolie womöglich zu einer Rechtsherzbelastung geführt hat, zeigen bildgebende und laborchemische Marker an. „Eine frühzeitige Entlassung binnen 48 Stunden und eine anschließende ambulante Behandlung kommen in Betracht, wenn der Patient nur ein niedriges Risiko für frühe Komplikationen hat, er nicht an schweren Begleiterkrankungen leidet und keine Anzeichen für eine Rechtsherzbelastung vorliegen”, erläutert Prof.

Dr. med. Stavros Konstantinides, ärztlicher Direktor des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz in HERZ heute. Zur Vermeidung von Komplikationen sei die Nachbeobachtung nach drei bis sechs Monaten besonders wichtig. Hier erfragt der Arzt etwa Hinweise auf eine wiederkehrende Lungenembolie, Blutungskomplikationen sowie Symptome und/oder funktionelle Einschränkungen.

Auch die Akutbehandlung unterschiedet sich je nach Schwere der Lungenembolie. Bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Versagen ist eine aggressive Gerinnsel auflösende Therapie mittels Injektion in die Vene (systemische Thrombolyse) erforderlich. Alternativ kommt eine Auflösung oder Absaugung mit dem Katheter (kathetergestützte Thrombolyse) oder auf operativem Wege (chirurgische Embolektomie) in Frage.

Bei stabilen Patienten mit nachgewiesener Lungenembolie reichen blutgerinnungshemmende Medikamente, meistens in Tablettenform oder vorübergehend per Bauchspritze. „Die gerinnungshemmende Medikation sollten Patienten nach erstmaliger akuter Lungenarterienembolie mindestens drei bis sechs Monate lang verabreicht werden.

Dann wird die Fortführung der Therapie erneut sorgfältig geprüft”, erklärt Konstantinides. Die Therapiedauer kann individuell unterschiedlich sein. Sie kann binnen drei Monaten nach Krankenhausentlassung, wenn die akute Lungenembolie durch bestimmte Thrombose-Risikofaktoren ausgelöst wurde (z.B.

  1. Operationen mit einer Narkosedauer von mehr als 30 Minuten, schweres Trauma mit Knochenfrakturen) beendet werden oder sie muss dauerhaft sein auf Basis der neuen Gerinnungshemmer NOAK (Neue orale Antikoagulanzien) wie Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban.
  2. Diese Behandlung auf unbestimmte Zeit begründen Mediziner mit dem verbesserten Sicherheitsprofil der NOAK und dem Ziel das Wiederauftreten von Thrombosen zu verhindern.

Bei aller Notwendigkeit einer Therapie mit einem NOAK: Eine unbefristete blutgerinnungshemmende Therapie birgt auch das Risiko gefährlicher Blutungen. Das Risiko für Blutungen ist im ersten Monat der Therapie erhöht, nimmt dann ab und bleibt über die weitere Zeit hinweg stabil.

Als typische Risikofaktoren für Blutungskomplikationen gelten ein Lebensalter über 75 Jahre, frühere Blutungen oder Schlaganfall Schlaganfall Schlaganfälle ereignen sich gehäuft während des Blutdrucktiefs gegen 3 Uhr nachts (midnight stroke) oder während des zweiten Blutdrucktiefs am Nachmittag. Die Krankheitsanzeichen setzen meist plötzlich ein und hängen vom Ort des Infarktes ab.

Erste Anzeichen können heftige Kopfschmerzen, ausgeprägte Bewusstseinstrübung bis hin zu Bewusstlosigkeit sein. Es entwickelt sich eine meist im Arm- und Gesichtsbereich betonte einseitige Lähmung. Zunächst ist die gelähmte Seite erschlafft (im Gesicht z.B.

als hängender Mundwinkel und Aufblähung der Wange auf der gelähmten Seite beim Ausatmen = “Tabakblasen”), später können auch unkontrollierte Zuckungen hinzu kommen. Eine Hirndurchblutungsstörung ist entweder Folge eines thrombotischen oder embolischen Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder eines spontanen Gefäßrisses mit nachfolgender Einblutung (hämorraghischer Hirninfarkt).

Ischämischer Schlaganfall: Hirninfarkt, der durch eine Blutstauung aufgrund verstopfter Gefäße verursacht wird und deshalb zu einer Unterversorgung der Hirnzellen mit Sauerstoff führt. Ein ischämischer Hirninfarkt auf Grund von Minderdurchblutung eines Endarterienareals bei plötzlichem Gefäßverschluss der Arterie ist mit 80-85% die häufigste Ursache eines Schlaganfalls.

Hämorraghischer Schlaganfall: Verkalkte Blutgefäße im Gehirn brechen auf, was zu Gehirnblutungen führt. Dabei wird die Blutzufuhr und damit Sauerstoffversorgung der betroffenen Gehirnzellen unterbrochen bzw. abgebrochen und sie sterben ab., aktive Krebserkrankungen, eine bereits länger bestehende (chronische) Niereninsuffizienz, eine anderweitige blutverdünnende Therapie (Thrombozytenhemmung, beispielsweise mit Aspirin oder Clopidogrel) oder eine schlecht kontrollierte Blutverdünnung.

Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.

Kann eine Lungenembolie schleichend kommen?

Blut gerinnt, wo es nicht gerinnen soll: Mitten im Körper – Normalerweise besteht ein fein austariertes Gleichgewicht zwischen Blutgerinnung und -verflüssigung. Das mit Sauerstoff und Nährstoffen angereicherte Blut muss noch in den feinsten Verästelungen der Kapillaren fließen.

  1. Zugleich sollen verletzte Blutgefäße zuverlässig durch einen Pfropf „abgedichtet” werden.
  2. Bei einer Thrombose ist diese Balance aus dem Lot.
  3. Das Blut stockt dort, wo es nicht gerinnen soll – mitten im Körper, mitten in einem Gefäß.Inzwischen kennen die Mediziner viele Faktoren, die das Thromboserisiko erhöhen.

Meist kommen mehrere Ursachen zusammen. Unterschieden werden „erworbene” und angeborene, genetische Thrombosegefahren. Zu Letzteren gehört eine, Sie erhöht das Risiko eines Blutpfropfs. Bei Peter Klar liegt eine solche genetische Veränderung vor. Mit gerinnungshemmenden Marcumar-Tabletten beugt er nun einem Thromboserückfall vor.Besonders hoch ist das Thromboserisiko nach großen Operationen und bei schweren Verletzungen, die das Gerinnungssystem verrückt spielen lassen.

Auch Krebserkrankungen, Infektionen, Schwangerschaft, Medikamente, Bettlägerigkeit, Darmentzündungen und Nierenleiden können die Gefahr erhöhen. Langes und unbewegliches Sitzen, etwa auf Fernflügen, gilt ebenfalls als Risikofaktor. Es ist also ratsam, auf langen Flügen öfter umherzugehen. Eine ausgeprägte Lungenembolie verursacht starke Schmerzen und Luftnot und ist sicher festzustellen.

Kleinere Lungenembolien dagegen werden nicht selten vom Arzt verkannt oder vom Patienten verschleppt, berichtet Dietrich Andresen, Herz- und Gefäßspezialist an der Evangelischen Elisabeth-Klinik in Berlin. „Die Patienten haben oft nur etwas Luftnot, später kommt es dann zu einer massiven Lungenembolie”, sagt Andresen.

Paradox: Während die rechte Herzkammer überlastet ist, weil sie gegen einen hohen Widerstand in der „verstopften” Lunge ankämpft, kommt in der linken Herzkammer zu wenig Blut an. Die „Unterforderung” lässt den Blutdruck absacken. Behandelt wird mit „Blutverdünnern”, Mitteln zur Kreislaufstärkung und Infusionen.

: Unterschätzte Gefahr: Eine Lungenembolie wird leicht verkannt

Wie ist der Puls bei einer Lungenembolie?

Luftnot: Symptome für Lungenarterienembolie – Die Symptome, mit denen sich eine akute Lungenarterienembolie bemerkbar macht, sind recht uneindeutig. Eine Lungenarterienembolie sollte vor allem bei folgenden Symptomen in Betracht gezogen werden:

  • plötzlich einsetzende akute Atemnot,
  • Schmerzen in der Brust,
  • Schmerzen beim Einatmen,
  • Bluthusten (Hämoptysen),
  • eine Herzfrequenz von über 100 Herzschlägen pro Minute (Herzrasen)
  • Bewusstlosigkeit (Synkopen) sowie
  • klinische Anzeichen einer tiefen Beinvenenthrombose (siehe oben).

Wichtig: Bitte suchen Sie bei derartigen Beschwerden sofort einen Arzt auf oder rufen Sie den Notarzt unter 112. Bei einer instabilen Lungenembolie mit Herz-Kreislaufstillstand muss sofort mit der Wiederbelebung begonnen werden.

Welche Medikamente lösen Blutgerinnsel auf?

Wie wirken gerinnungshemmende Medikamente? | Die Techniker Wird die Haut verletzt, gerinnt das Blut an dieser Stelle, um die Wunde zu schließen. Bildet sich jedoch ein innerhalb der Blutbahnen, kann dies lebensbedrohlich werden. Je nach Grunderkrankung verschreibt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihnen ein passendes gerinnungshemmendes Medikament.

Diese Medikamente, auch Antikoagulanzien genannt, verhindern, dass das Blut verklumpt. Bei einigen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems besteht die Gefahr, dass Blutgerinnsel entstehen, beispielsweise bei Vorhofflimmern oder flattern. Bei diesen pumpen die Vorhöfe nicht synchron. Durch den ungleichmäßigen Blutstrom kann es zu Blutgerinnseln im linken Vorhof kommen.

Löst sich ein solches Gerinnsel, kann es zum Beispiel ins Gehirn wandern und dort einen verursachen. Gerinnungshemmende Medikamente können das Risiko senken, einen Schlaganfall zu erleiden. Sie werden außerdem bei folgenden Erkrankungen verordnet: Ein Blutgerinnsel kann an dem Ort, an dem es entstanden ist, zu einem Gefäßverschluss führen.

  1. Dieser wird als Thrombose bezeichnet.
  2. Bewegt sich dieser Blutpfropf mit dem Blutstrom weiter und bleibt später im Gefäßsystem hängen, kann das zu einer sogenannten Embolie führen, zum Beispiel einer Lungenembolie.
  3. Insgesamt 13 Gerinnungsfaktoren bilden die sogenannte Gerinnungskaskade.
  4. Sie wurden in der Reihenfolge ihrer Entdeckung mit römischen Zahlen durchnummeriert.

Die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X werden mithilfe von Vitamin K in der Leber gebildet. Klassische Gerinnungshemmer, sogenannte Vitamin-K-Antagonisten, blockieren diese vier Faktoren und hemmen so die plasmatische Blutgerinnung. Gerinnungshemmende Medikamente werden allgemein als Blutverdünner bezeichnet.

  • Dabei machen sie das Blut nicht flüssiger, sondern vermindern seine Fähigkeit, zu verklumpen.
  • Fachleute unterscheiden dabei zwei Gruppen: Sogenannte Thrombozytenaggregationshemmer hemmen die Verklumpung von Blutplättchen und unterbinden die erste Phase der Blutstillung.
  • Zu den Stoffen, die bestimmte Gerinnungsfaktoren der zweiten Phase der Blutgerinnung hemmen, zählen Heparine und orale Antikoagulanzien.

Die gerinnungshemmenden Wirkstoffe werden in fünf Gruppen eingeordnet:

Vitamin-K-Antagonisten (Cumarine): Sie verringern die Bildung der Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren beziehungsweise vermindern deren Wirksamkeit. Zu dieser Gruppe zählen Wirkstoffe wie Phenprocoumon oder Warfarin. Sie gehören zu den ältesten Gerinnungshemmern und werden auch als orale Antikoagulanzien bezeichnet. Sie tragen dazu bei, Blutgerinnsel bei einer Lungenembolie aufzulösen, und können das Risiko für Komplikationen nach bestimmten Herzklappen- oder Stent-Operationen sowie bei Vorhofflimmern senken. Direkte orale Antikoagulanzien (DOAKS): DOAKS hemmen bestimmte Gerinnungsfaktoren und werden auch als die neuen oralen Gerinnungshemmer (NOAKS) bezeichnet. Sie werden unter festgelegter Dosierung als Tabletten eingenommen und wirken bereits wenige Stunden nach der Einnahme. Zu den NOAKS gehören Wirkstoffe wie Apixaban oder Rivaroxaban. Sie werden meist eingesetzt, um beispielsweise einem Schlaganfall vorzubeugen oder bei Vorhofflimmern einer erneuten Lungenembolie. Bei diesen Medikamenten sind keine routinemäßigen Laborkontrollen notwendig. Plättchenhemmer (Thrombozyten-Aggregations-Hemmer): Sie bewirken, dass die Blutplättchen, medizinisch Thrombozyten, nicht verklumpen. Zu den Plättchenhemmern gehört beispielsweise der Wirkstoff Acetylsalicylsäure, kurz ASS. Diese Mittel wirken schwächer als Antikoagulanzien und werden vor allem nach einem Herzinfarkt eingesetzt. Heparine: Sie hemmen ebenfalls einige Gerinnungsfaktoren und werden unter die Haut gespritzt oder als Infusion verabreicht. Ihre Wirkung setzt schneller ein als bei anderen Mitteln. Deshalb eignen sie sich vor allem für die akute Behandlung bei einer Thrombose oder Embolie. Fondaparinux: Dieser gentechnisch hergestellte Wirkstoff hemmt den Gerinnungsfaktor Xa. Er wird einmal täglich unter die Haut gespritzt und kann ebenfalls bestehende Blutgerinnsel auflösen beziehungsweise einer Thrombose oder Embolie vorbeugen.

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Welche Art Gerinnungshemmer Sie erhalten und wie lange Sie diese einnehmen müssen, legt Ihre behandelnde Ärztin beziehungsweise Ihr behandelnder Arzt individuell fest. Halten Sie sich unbedingt an diese Vorgaben. Haben Sie Fragen zu Ihrem Medikament oder Beschwerden, setzen Sie die Gerinnungshemmer keinesfalls eigenmächtig ab.

  • Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt – möglicherweise kann Ihre Therapie angepasst oder gegebenenfalls ein anderes Präparat verordnet werden.
  • Ihre Ärztin oder Ihr Arzt dosiert das Medikament individuell, je nach erforderlicher Gerinnungshemmung.
  • Nehmen Sie Vitamin-K-Antagonisten ein, wird regelmäßig der sogenannte Quick-Wert oder INR-Wert bestimmt.

Abhängig von der Grunderkrankung wird festgelegt, welche Zielwerte erreicht werden sollen. Nehmen Sie daher unbedingt die regelmäßigen Kontrolltermine in Ihrer Praxis wahr. Gerinnungshemmende Medikamente können die Blutung bei einer Verletzung verstärken beziehungsweise verlängern.

Tragen Sie immer einen Ausweis bei sich, der angibt, welche Gerinnungshemmer Sie einnehmen und welche Dosis Sie aufgrund welcher Erkrankung erhalten.Informieren Sie auch Ihre mitbehandelnden Ärztinnen und Ärzte darüber, dass Sie Gerinnungshemmer einnehmen. Dies ist besonders wichtig, wenn bei Ihnen beispielsweise eine Katheter-Untersuchung, eine Operation, eine Magen-Darm-Spiegelung oder eine Zahnbehandlung ansteht.Lassen Sie sich genau erklären, welche anderen Medikamente und Wirkstoffe die Wirkung des Gerinnungshemmers beeinflussen und was Sie bei der Einnahme beachten müssen. Beispielsweise reagieren einige Antibiotika mit den Wirkstoffen Phenprocoumon oder Warfarin.Vitamin-K-haltige Lebensmittel wie Brokkoli, Blumenkohl sowie Rind- und Schweinefleisch können die Wirkung von Vitamin-K-Antagonisten herabsetzen. Genießen Sie daher nur in geringem Umfang und möglichst in gleichbleibender Menge Vitamin-K-haltige Lebensmittel.Wählen Sie Ihre Sportart passend zu Ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit aus. Gehen Sie spazieren oder suchen Sie sich Ihrem Fitnessstand entsprechende Wanderwege. Ihre Praxis oder eine Fachkraft für Sporttherapie kann Ihnen helfen, den passenden und sicheren Sport für Sie zu finden.

Wichtig: Blutet eine kleinere Verletzung, selbst mit einem Druckverband, immer weiter, suchen Sie umgehend eine ärztliche Praxis oder ein Krankenhaus auf. Auch bei Symptomen wie schwarzem Stuhl, rotem Urin, starken oder bisher unbekannten Kopfschmerzen, Herzrasen sowie spontan auftretenden blauen Flecken kontaktieren Sie schnellstmöglich Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

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Diagnostik und Therapie der Venenthrombose und der Lungenembolie. Stand: 10.10.2015. URL: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/065-002l_S2k_VTE_2016-01.pdf (abgerufen am: 06.10.2022).Deutsche Herzstiftung e.V.: Medikamente zur Blutverdünnung. URL: https://www.herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/gerinnungshemmung-und-medikamente/blutverduenner-wie-wirken-sie (abgerufen am: 21.10.2020).

Die Lungenembolie

Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Gesundheitsinformation: Was sind Blutverdünner (Gerinnungshemmer) und wie werden sie angewendet?, 06.09.2022. URL: https://www.gesundheitsinformation.de/was-sind-blutverduenner-gerinnungshemmer-und-wie.2316.de.html (abgerufen am: 06.10.2022).

Wo sticht es bei einer Lungenembolie?

Lungenembolie: Symptome richtig deuten Von Annette Mende, Berlin / Die Lungenembolie ist nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste kardiovaskuläre Todesursache. Rechtzeitig erkannt, kann man sie behandeln und das Leben des Patienten retten. Plötzliche Atemnot und Schmerzen in der Brust sind typische Anzeichen einer Lungenembolie. Foto: Fotolia/ Robert Kneschke »Tatsächlich dauert es oft noch zu lange, bis die richtige Diagnose gestellt wird«, sagte Professor Dr. Stavros Konstantinides vom Zen­trum für Thrombose und Hämostase an der Universitätsmedizin Mainz bei einer Veranstaltung des Aktionsbündnisses Thrombose zum Welt-Thrombose-Tag am 13.

  • Oktober in Berlin.
  • In aller Regel geht einer Lungenembolie eine Thrombose in einer tiefen Bein- oder Beckenvene voraus.
  • Daher rühren die typischen Schmerzen im Bein; auch Schwellungen am Fußknöchel, am Unterschenkel oder im ganzen Bein mit Spannungsgefühl sind charakteristisch.
  • Das betroffene Bein ist überwärmt und die Wade schmerzt beim Auftreten.

Hängt das Bein herab, kommt es durch den Sauerstoffmangel zu einer Blaufärbung der Haut. Beidseitige Thrombosen sind äußerst selten, sodass Beschwerden, die gleichzeitig in beiden Beinen auftreten, meist andere Ursachen haben. Verschleppte Thromben Löst sich ein Teil des Gerinnsels ab, wird mit dem Blutstrom in die Lunge gespült und verschließt dort ein für die Atmung wichtiges Gefäß, spricht man von einer Lungenembolie. Mithilfe der Computertomografie lassen sich Verschlüsse in den Blutgefäßen der Lunge erkennen. Foto: imago/Science Photo Library Verschiedene Faktoren erhöhen das Risiko für eine Thrombose beziehungsweise Lungenembolie (siehe Kasten). Doch sollte man auch bei Menschen ohne diese Risikofaktoren bei entsprechenden Symptomen stets die Möglichkeit einer Thrombose in Betracht ziehen, denn in etwa 40 Prozent der Fälle gibt es keinen erkennbaren Auslöser.

  • Beim Verdacht auf eine Thrombose ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle.
  • Er schätzt anhand der Anamnese, der klinischen Untersuchung und einer Blutuntersuchung auf die Fibrin-Spaltprodukte D-Dimere die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose ab und überweist den Patienten gegebenenfalls zum Gefäßspezialisten.

Dieser kann per Ultraschall oder weiterer Bildgebung die Diagnose eindeutig stellen. Liegt möglicherweise eine Lungenembolie vor, sollte der Patient sofort mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus. Dort werden ebenfalls die D-Dimere (als Biomarker für die Auflösung von Blutgerinnseln) bestimmt sowie die Lungengefäße mittels CT-Angiografie untersucht.

Welche Patienten wie zu behandeln sind, steht in der Neufassung der Leitlinie zur akuten Lungenembolie, die seit dieser Woche online verfügbar ist. »Der Algorithmus wurde überarbeitet und ist jetzt deutlich einfacher geworden«, sagte Konstantinides. Er verband damit die Hoffnung, dass dies Ärzten die Therapieentscheidung erleichtere.

»Nach Diagnose sollen alle Patienten mit Lungenembolie umgehend Antikoagulanzien erhalten. Patienten mit Kreislaufkollaps sollen darüber hinaus mit Thrombolytika beziehungsweise operativ oder mit Katheterverfahren behandelt werden«, fasste er wichtige Punkte zusammen.

  1. Neue Leitlinie Auch bei einer Thrombose ohne Lungen­embolie ist unmittelbar mit einer gerinnungshemmenden Therapie mit Heparin, Fondaparinux, Vitamin-K-Antagonist oder direktem oralem Antikoagulans zu beginnen.
  2. Das verhindert das Weiterwachsen des Gerinnsels und damit eine Lungenembolie, denn nur von einem aktiv wachsenden Thrombus können sich Teile lösen.

Zugleich sollte eine Kompressionsbehandlung mit Verbänden oder Strümpfen sowie Bewegung des Patienten eingeleitet werden. / Ein erhöhtes Thromboserisiko besteht unter anderem bei

Schwangeren Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva oder Hormonersatzpräparate einnehmen Menschen mit vererbter Gerinnungsstörung Krebspatienten schwerer Allgemeinerkrankung mit Entzündung und Fieber Herzschwäche Verschlimmerung einer chronischen Atemwegserkrankung Patienten im Krankenhaus mit und ohne Operation oder Verletzung

: Lungenembolie: Symptome richtig deuten

Was machen die Ärzte bei einer Lungenembolie?

Wie wird eine Lungenembolie behandelt? – Akut sollte ein Lungenemboliepatient Sauerstoff über eine Nasensonder oder eine Maske bekommen. Zudem ist bei Bedarf die Gabe von Schmerzmedikamenten und auch Beruhigungsmitteln möglich. Gerinnungshemmende Arzneimittel („Blutverdünner”) sollten zügig zum Einsatz kommen (z.B.

  • Heparine).
  • Anfänglich werden diese häufig direkt in eine Vene oder in das subkutane Fettgewebe gespritzt.
  • Bei einer Lungenembolie ohne akute Lebensgefahr wird allgemeinhin nach der Akutbehandlung eine sogenannte therapeutische Antikoagulation empfohlen.
  • Darunter versteht man die Gabe blutverdünnender, gerinnungshemmender Medikamente, die als Tablette eingenommen werden können und für etwa 3-6 Monate gegeben werden (Vitamin-K-Antagonisten / Cumarine oder neue / direkte orale Antikoagulanzien).

Bei stark ausgeprägten Lungenembolien, die mit schwerwiegenden Symptomen und lebensbedrohlichen Situationen, zum Beispiel einer notwendigen Herz-Lungen-Wiederbelebung, einhergehen, wird eine sogenannte Thrombolyse durchgeführt. Dabei soll der Embolus, der das Blutgefäß verstopft, aufgelöst oder entfernt werden.

Dies kann durch die Gabe von Medikamenten direkt in die Blutbahn erfolgen (systemische Lyse), unter bestimmten Umständen aber auch durch Katheterbehandlungen (Zerkleinerung und Entfernung des Thrombus oder direkte Gabe eines thrombolytischen Medikaments in das betroffene Gefäß) oder operative Eingriffe (Entfernung des Embolus durch eine offene Operation an der Lunge).

Kommt es zum Kreislaufstillstand, so ist eine unverzügliche Reanimation (Wiederbelebung) mit allen verfügbaren Mitteln notwendig.

Wie beginnt eine Lungenembolie?

Was ist eine Lungenembolie? – Eine Lungenembolie (Lungenarterienembolie) entsteht, wenn ein Blutgerinnsel ein oder mehrere Lungengefäße verstopft, Das Gerinnsel stammt meist aus den Venen des Beines oder Beckens. Es ist über das Herz in die Lungenarterie eingeschwemmt worden.

Wie lange ist eine Lungenembolie akut?

Lungenembolie Diagnostik – Thorax-Röntgen, EKG und Blutgasanalyse können lediglich den Verdacht auf eine Lungenarterienembolie erhärten oder abschwächen. Um die Diagnose definitiv zu bestätigen oder zu widerlegen, ist eine weitergehende Diagnostik erforderlich.

Aufgrund der prognostischen Heterogenität von Patienten mit akuter Lungenembolie hat die ESC 2008 erstmals ein risiko-adaptiertes diagnostisches und therapeutisches Vorgehen empfohlen. Auch in der aktuellen Lungenembolie Leitlinien 2014 basieren die Algorithmen auf der initialen Einteilung in Betroffene mit „Hohem Risiko” und „Nicht-hohem Risiko”.

Das wichtigste Kriterium für die Zuordnung ist, ob der Patient einen Schock oder eine persistierende Hypotension aufweist oder als normotensiv gilt. Bei hämodynamisch instabilen Patienten liegt das Risiko, in der Klinik bzw. innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Akutereignis zu versterben, bei über 15%.

Diese Patienten müssen unverzüglich hospitalisiert und im Rahmen der Akuttherapie der Lungenembolie wenn möglich einer Thrombolyse zugeführt werden. Glücklicherweise ist der Großteil der Lungenembolie-Patienten hämodynamisch stabil. Ihr Sterberisiko liegt bei unter 1%. Eine Thrombolyse wird bei diesen normotensiven Patienten in der Regel nicht empfohlen.

Allerdings ist ein Teil dieser scheinbar „stabilen” Patienten durch ein erhöhtes („intermediäres”) Sterbe- und Komplikationsrisiko gefährdet. Daher empfehlen die aktuellen Leitlinien eine weiterführende Risikostratifizierung der „Nichthochrisiko”-Patienten.

Wie merkt man wenn man eine Lungenembolie hat?

10.01.2022 Wenn Lungengefäße durch ein Gerinnsel verstopfen, sind die Symptome häufig diffus, oder es stehen Luftnot, Brustschmerzen beim Einatmen, eine erhöhte Herzfrequenz oder vorübergehender Bewusstseinsverlust im Vordergrund. Häufige Ursache für eine akute Lungenembolie sind tiefe Venenthrombosen (TVT). Risikofaktoren für TVT sind u.a. längere Inaktivität, z.B. aufgrund von Bettruhe im Krankenhaus nach einem Knochenbruch oder einer Verletzung, größere Operationen sowie Blutgerinnungsstörungen.

  • Auch das Zusammenspiel aus Risikofaktoren wie Alter über 60 Jahre, familiäre Veranlagung (Eltern oder Geschwister hatten eine Thrombose), Herzschwäche, Krebserkrankung, Adipositas, Rauchen oder stark ausgeprägte Krampfadern erhöht das Risiko einer Thrombose.
  • Bei einer akuten Lungenembolie wird ein Blutgerinnsel (Thrombus) über das Venensystem verschleppt und verschließt eine oder mehrere Lungenarterien, woraufhin das Herz schwer belastet werden kann.

Eine Thrombose entsteht am häufigsten im tiefen Venensystem der Beine und des Beckens, ganz selten im rechten Herzvorhof oder in den Venen der oberen Gliedmaßen. Insbesondere bei Frauen im Alter zwischen 15 und 55 Jahren ist die akute Lungenarterienembolie für bis zu 13 von 1.000 Todesfällen verantwortlich (bei Schwangeren gehört sie zu den häufigsten Todesursachen).

Bei älteren Menschen über 80 Jahre liegt die Gesamtzahl der Todesfälle durch eine Lungenarterienembolie bei über 80 Fällen pro 100.000 Einwohner. Tückisch an der Lungenembolie ist: Sie kann häufig ohne merkliche Beschwerden verlaufen oder – im Einzelfall – zum akuten Herz-Kreislauf-Versagen (kardiogener Schock) führen.

„Die Symptome einer Lungenembolie sind vielfältig und recht uneindeutig”, berichtet der Kardiologe Dr. Dr. med. Lukas Hobohm vom Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz in HERZ heute. „Häufig stehen Luftnot, Schmerzen in der Brust und Schmerzen beim Einatmen, eine Herzfrequenz von über 100 Herzschlägen pro Minute oder ein vorübergehender Bewusstseinsverlust, auch Synkope genannt, im Vordergrund.” Bei der Diagnostik gehen Ärzte gemäß Leitlinien „risikoadaptiert” vor.

Für Patienten, die mit kardiogenem Schock eingeliefert werden, ist bei Verdacht auf eine Lungenembolie die Ursache per Notfall-Algorithmus zu sichern, „damit die Blutgerinnsel gegebenenfalls rasch mit Medikamenten oder mit einem Katheter Katheter Das sind Kunststoffschläuche, die in der Herzmedizin häufig bei der Diagnose und Therapie verwendet werden.

aufgelöst beziehungsweise entfernt werden können”, so Hobohm. Bei den rund 90 % Patienten mit akuter Lungenembolie, die sich bei Klinikaufnahme nicht im kardiogenen Schock befinden, wird die Diagnose schrittweise auf Basis der Symptome und klinischen Befunde gestellt.

  1. Ein D-Dimer-Bluttest kann bei der Einschätzung einer Lungenembolie als wahrscheinliche Ursache helfen.
  2. Der Test weist Eiweiße (D-Dimere) nach, die im Körper beim Abbau von Blutgerinnseln entstehen.
  3. Die Dauer des Klinikaufenthalts bei einer Lungenembolie hängt von Faktoren wie Alter und Begleiterkrankungen ab.

Ob die Embolie womöglich zu einer Rechtsherzbelastung geführt hat, zeigen bildgebende und laborchemische Marker an. „Eine frühzeitige Entlassung binnen 48 Stunden und eine anschließende ambulante Behandlung kommen in Betracht, wenn der Patient nur ein niedriges Risiko für frühe Komplikationen hat, er nicht an schweren Begleiterkrankungen leidet und keine Anzeichen für eine Rechtsherzbelastung vorliegen”, erläutert Prof.

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Dr. med. Stavros Konstantinides, ärztlicher Direktor des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz in HERZ heute. Zur Vermeidung von Komplikationen sei die Nachbeobachtung nach drei bis sechs Monaten besonders wichtig. Hier erfragt der Arzt etwa Hinweise auf eine wiederkehrende Lungenembolie, Blutungskomplikationen sowie Symptome und/oder funktionelle Einschränkungen.

Auch die Akutbehandlung unterschiedet sich je nach Schwere der Lungenembolie. Bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Versagen ist eine aggressive Gerinnsel auflösende Therapie mittels Injektion in die Vene (systemische Thrombolyse) erforderlich. Alternativ kommt eine Auflösung oder Absaugung mit dem Katheter (kathetergestützte Thrombolyse) oder auf operativem Wege (chirurgische Embolektomie) in Frage.

Bei stabilen Patienten mit nachgewiesener Lungenembolie reichen blutgerinnungshemmende Medikamente, meistens in Tablettenform oder vorübergehend per Bauchspritze. „Die gerinnungshemmende Medikation sollten Patienten nach erstmaliger akuter Lungenarterienembolie mindestens drei bis sechs Monate lang verabreicht werden.

Dann wird die Fortführung der Therapie erneut sorgfältig geprüft”, erklärt Konstantinides. Die Therapiedauer kann individuell unterschiedlich sein. Sie kann binnen drei Monaten nach Krankenhausentlassung, wenn die akute Lungenembolie durch bestimmte Thrombose-Risikofaktoren ausgelöst wurde (z.B.

Operationen mit einer Narkosedauer von mehr als 30 Minuten, schweres Trauma mit Knochenfrakturen) beendet werden oder sie muss dauerhaft sein auf Basis der neuen Gerinnungshemmer NOAK (Neue orale Antikoagulanzien) wie Apixaban, Dabigatran, Edoxaban und Rivaroxaban. Diese Behandlung auf unbestimmte Zeit begründen Mediziner mit dem verbesserten Sicherheitsprofil der NOAK und dem Ziel das Wiederauftreten von Thrombosen zu verhindern.

Bei aller Notwendigkeit einer Therapie mit einem NOAK: Eine unbefristete blutgerinnungshemmende Therapie birgt auch das Risiko gefährlicher Blutungen. Das Risiko für Blutungen ist im ersten Monat der Therapie erhöht, nimmt dann ab und bleibt über die weitere Zeit hinweg stabil.

  • Als typische Risikofaktoren für Blutungskomplikationen gelten ein Lebensalter über 75 Jahre, frühere Blutungen oder Schlaganfall Schlaganfall Schlaganfälle ereignen sich gehäuft während des Blutdrucktiefs gegen 3 Uhr nachts (midnight stroke) oder während des zweiten Blutdrucktiefs am Nachmittag.
  • Die Krankheitsanzeichen setzen meist plötzlich ein und hängen vom Ort des Infarktes ab.

Erste Anzeichen können heftige Kopfschmerzen, ausgeprägte Bewusstseinstrübung bis hin zu Bewusstlosigkeit sein. Es entwickelt sich eine meist im Arm- und Gesichtsbereich betonte einseitige Lähmung. Zunächst ist die gelähmte Seite erschlafft (im Gesicht z.B.

  1. Als hängender Mundwinkel und Aufblähung der Wange auf der gelähmten Seite beim Ausatmen = “Tabakblasen”), später können auch unkontrollierte Zuckungen hinzu kommen.
  2. Eine Hirndurchblutungsstörung ist entweder Folge eines thrombotischen oder embolischen Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder eines spontanen Gefäßrisses mit nachfolgender Einblutung (hämorraghischer Hirninfarkt).

Ischämischer Schlaganfall: Hirninfarkt, der durch eine Blutstauung aufgrund verstopfter Gefäße verursacht wird und deshalb zu einer Unterversorgung der Hirnzellen mit Sauerstoff führt. Ein ischämischer Hirninfarkt auf Grund von Minderdurchblutung eines Endarterienareals bei plötzlichem Gefäßverschluss der Arterie ist mit 80-85% die häufigste Ursache eines Schlaganfalls.

  • Hämorraghischer Schlaganfall: Verkalkte Blutgefäße im Gehirn brechen auf, was zu Gehirnblutungen führt.
  • Dabei wird die Blutzufuhr und damit Sauerstoffversorgung der betroffenen Gehirnzellen unterbrochen bzw.
  • Abgebrochen und sie sterben ab.
  • Aktive Krebserkrankungen, eine bereits länger bestehende (chronische) Niereninsuffizienz, eine anderweitige blutverdünnende Therapie (Thrombozytenhemmung, beispielsweise mit Aspirin oder Clopidogrel) oder eine schlecht kontrollierte Blutverdünnung.

Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.

Was passiert bei unbehandelter Lungenembolie?

Die Lungenembolie ist eine schwere Erkrankung, die immer häufiger auftritt. Sie entsteht durch einen Embolus, also ein Blutgerinnsel, das die Lungenarterien verlegt. Meist schwemmt das Gerinnsel aus den tiefen Beinvenen und nach oben. Die Betroffenen leiden unter schwerer Atemnot und Herz-Kreislauf-Versagen und müssen schnellstmöglich intensivmedizinisch versorgt werden.

Die Lungenembolie ist eine der häufigsten Todesursachen weltweit, vor allem bei älteren Patienten. Etwa 200 Menschen von 100.000 erleiden eine akute Lungenembolie, wobei jeder dritte Fall bei der Erstdiagnose verkannt wird. Dadurch sterben jährlich mehr als 370.000 Menschen in Deutschland an einer Lungenembolie, insbesondere wenn eine andere ventrikuläre (herzbezogene) Dysfunktion oder pulmonale (lungenbezogene) Begleiterkrankungen vorliegen.

Doch was passiert bei einer Lungenembolie genau? Lässt sich eine Lungenembolie vorbeugen? Welche Symptome zeigen sich? Und wie wird eine Lungenembolie behandelt? Wenn auch Sie zur Risikogruppe gehören, bereits eine Lungenembolie hatten oder ein Angehöriger behandelt wird, erhalten Sie in diesem Beitrag Antworten auf die wichtigsten Fragen.

  1. Der kardio-pulmonale Kreislauf ist für die Versorgung des menschlichen Organismus mit Sauerstoff und den Abtransport von Kohlendioxid verantwortlich.
  2. Mit der Einatmung gelangt sauerstoffreiches Blut über die Lungenverzweigungen bis in die Lungenalveolen (kleinste Lungenbläschen).
  3. Die Alveolen stellen eine Luft-Blut-Schranke dar, bei der es möglich ist, Gase von der Luft ins Blut abzugeben und umgekehrt.

Bei der Einatmung gelangt über die Alveolen Sauerstoff in das Blut und wird durch die Arterien im ganzen Körper verteilt. Die Zellen benötigen Sauerstoff zur Verstoffwechselung und produzieren als Endprodukt Kohlendioxid. Venen befördern das kohlendioxidreiche Blut wieder in die Lungen.

  • Dort kann das Kohlendioxid über die Alveolen abgegeben und bei der Exspiration ausgeatmet werden.
  • Gleichzeitig wird das Blut dort wieder mit Sauerstoff angereichert – der Kreislauf beginnt erneut.
  • In der Medizin wird von einer Lungenembolie gesprochen, wenn ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel aus dem peripheren Blutkreislauf (vor allem aus den Beinvenen) die Lungenarterien teilweise oder vollständig verlegt,

Dieser Blutpfropf verlangsamt oder stoppt den Blutfluss, sodass das sauerstoffarme Blut aus dem Körper nicht mehr in die Lunge gelangen kann. Je größer (im Innendurchmesser) das verstopfte Gefäß ist, umso schwerer ist die Symptomatik. Kleinste Embolien in Mikroarterien bleiben häufig sogar unbemerkt.

Die Einteilung der Lungenembolien erfolgt in Schweregrad 1 bis 4. In mehr als 90 % der Fälle handelt es sich bei der Lungenembolie um eine sogenannte Thrombembolie, bei der ein Blutpfropf Ursache der Verstopfung ist. Sehr selten sind septische Embolien, bei der Bakterien für die Unterbrechung des Blutflusses verantwortlich sind.

Auch Fettembolien, Luftembolien oder Tumorembolien sind möglich. In mehr als 90 % der Fälle sind Thrombosen in den tiefen Beinvenen oder Beckenvenen die Ursache für eine Lungenembolie. Doch auch Thromben, die sich im rechten Herzen oder in der Vena cava bilden (vor allem durch einen zentralen Venenkatheter) sowie verlegte Lipidtropfen, Luftblasen oder Fremdkörper können eine Lungenembolie in sehr seltenen Fällen hervorrufen.

Operationen schwere Traumata Immobilität Einnahme von Hormonen zur Verhütung Frakturen der unteren Extremitäten Gelenkersatztherapie in Hüfte oder Knie Herzinfarkt Rückenmarksverletzungen zentraler Venenkatheter Chemotherapie Herz- oder Lungeninsuffizienz Krebserkrankungen bestimmte Autoimmunerkrankungen Schlaganfall Schwangerschaft und Wochenbett Adipositas Krampfadern Rauchen hohes Alter

Die Lunge bringt bei jeder Inspiration zwar noch Sauerstoff bis zu den Alveolen, doch durch den Embolus und die damit verbundene eingeschränkte Weiterleitung des Blutes kann der Sauerstoff nicht mehr ins Blut abgegeben werden und erreicht die Organe nicht.

  • Infolgedessen nimmt der alveoläre Totraum zu, die Betroffenen haben Luftnot und beginnen zu hyperventilieren,
  • Der Lungenkreislauf ist aber auch direkt mit dem Herzkreislauf verbunden, sodass eine Lungenarterienembolie sich sofort auf das Herz auswirkt: Durch die Blockade der Lungenarterie erhöht sich der Widerstand im Gefäß und belastet den rechten Teil des Herzens,

Das rechte Herz kann dem steigenden Druck nicht unbegrenzt standhalten, sodass sowohl die Klappen des rechten Herzens geschädigt werden als auch die Herzwand dilatiert (ausleiert). Infolgedessen pumpt der rechte Herzteil weniger Blut weiter. Der linke Herzteil versucht, diese Unterversorgung mit Blut durch eine Vasokonstriktion (Zusammenziehen der verbindenden Blutgefäße) zu kompensieren.

Dieses Phänomen verursacht Herzrasen, Brustschmerzen und Beklemmungsgefühle, Bis zu einem gewissen Grad funktioniert die Kompensation und der linke Herzteil ist so in der Lage, kurzzeitig noch verbliebenes sauerstoffreiches Blut in den Körper zu pumpen. Wenn dieses System versagt, kommt es zum Blutdruckabfall, die Gefäße im Herz und im Gehirn erhalten zu wenig Sauerstoff und der Betroffene verliert das Bewusstsein.

Wenn auch der linke Herzteil durch die Überlastung versagt und die Betroffenen einen Schock erleiden, dann ist jedes Organ des Körpers mit Sauerstoff unterversorgt. Als direktes Resultat ist oftmals ein Lungeninfarkt, Herzinfarkt oder Hirninfarkt (abgestorbenes Gewebe) zu beobachten.

  1. Meist sind die Symptome einer Lungenembolie jedoch nicht eindeutig und auch nicht immer fulminant.
  2. Daher sollten Betroffene Anzeichen wie Husten, Atemnot, Herzrasen oder Schwindel ernst nehmen, insbesondere wenn sie nach einer Operation oder nach Immobilität auftreten.
  3. Auch die Kombination mit Thrombose-Anzeichen wie eine gerötete, erwärmte und schmerzende Wade nach einem langen Flug, während der Schwangerschaft oder im Alter sollten Betroffene in Alarmbereitschaft versetzen.

Denn kleine Blutgerinnsel in den tiefen Beinvenen oder Beckenvenen können sich leicht lösen und dann in die Lungengefäße wandern. Wenn schon bei den ersten Anzeichen einer Lungenembolie ein Arzt konsultiert wird und eine rasche Therapie erfolgt, lassen sich schwere Verläufe der Lungenarterienembolie verhindern.

  • Die Überlebenschance bei einer Lungenembolie hängt allgemein von der Größe des verstopften Lungengefäßes, der Schwere der Symptomatik und der Dauer bis zur Therapieeinleitung ab.
  • Eine fulminante Lungenembolie zieht oftmals schwere Folgen mit sich: Lungenentzündung, Pleuraerguss (Flüssigkeit zwischen Lunge und Brustfell), Lungeninfarkt, bleibende Herz- oder Lungenschäden.

Eine Lungenarterienembolie ist vor allem im Alter mit einer erhöhten Letalität verbunden. Etwa 5 bis 10 % der Fälle verlaufen tödlich, wobei der Tod in mehr als 90 % innerhalb der ersten 2 Stunden eintritt und mit einem fulminanten Verlauf (Schock etc.) einherging.

Bei Verdacht auf eine Lungenembolie sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Die Betroffenen dürfen sich nicht bewegen, um keine weiteren Thromben zu lösen. Die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Notarztes umfasst beruhigen, Oberkörper hochlagern sowie enge Kleidung öffnen (Krawatte, Schal, Jacke,,).

Der Notarzt wird den Betroffenen stabilisieren und zur Diagnostik und Therapie in ein Krankenhaus verlegen. Wenn die Untersuchungen ergeben, dass es sich bei den Anzeichen um eine Lungenarterienembolie handelt, wird der Patient auf einer Intensivstation behandelt.

  • Als Mittel der Wahl hat sich Heparin durchgesetzt.
  • Dieses sogenannte Thrombolysemittel löst das Gerinnsel auf.
  • In einigen Fällen ist der Embolus so groß, dass das verstopfte Gefäß im Rahmen einer kleinen Operation mit einem Katheter wieder eröffnet werden muss.
  • Sehr selten wird für die Ausräumung des Embolus eine große Operation mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine anberaumt.

Nach etwa 5 bis 10 Tagen erfolgt die Umstellung von venösem Heparin auf orale Antikoagulantia. Diese blutverdünnenden Medikamente sollen verhindern, dass sich erneut Thromben bilden. Die Tabletten müssen meist ein Leben lang eingenommen werden. Die Akutbehandlung zielt darauf ab, lebensbedrohliche Zustände zu therapieren.

  • Wie lange der Krankenhausaufenthalt ist, hängt von der Schwere der Erkrankung ab.
  • Erst wenn der Zustand der Betroffenen stabil ist und keine direkte Gefahr mehr durch einen Embolus ausgeht, kann die Entlassung nach Hause oder in eine Reha-Einrichtung erfolgen.
  • Die Reha-Maßnahme stellt eine Möglichkeit dar, einerseits neue Embolien zu verhindern und andererseits die Folgen der Lungenarterienembolie in das Leben zu integrieren.

Hierzu stehen den Betroffenen verschiedene Möglichkeiten im Rahmen der Reha zur Verfügung. Rauchentwöhnung, Mobilisierung oder Ernährungsberatung senken das Risiko für Rezidive (Wiederauftreten). Physiotherapie, Psychotherapie oder Atemtherapie sind geeignet, um nach dem lebensbedrohlichen Zustand wieder körperlich fit zu werden, die Atmung zu verbessern oder das Ereignis mit psychologischer Hilfe aufzuarbeiten.

  1. Nachsorge ist Vorsorge Die meisten Menschen müssen Zeit ihres Lebens blutverdünnende Medikamente einnehmen, um die Gefahr von Thromben und Embolien zu minimieren.
  2. Sie erhalten dann einen medizinischen Ausweis, den sie immer bei sich führen müssen und Ärzten vor jeglicher Behandlung vorlegen sollten.
  3. Da mehr als 90 % der Lungenarterienembolien aufgrund eines Blutgerinnsels in den tiefen Bein- oder Beckenvenen entstehen, ist die Prophylaxe von Thrombosen obligat.

Hierzu zählen vor allem:

Applikation von blutverdünnenden Medikamenten nach einer Operation, bei Ruhigstellung von Gliedmaßen (Gips, Schiene, etc.) oder bei Bettruhe bzw. Bettlägerigkeit Mobilisation (Aktivierung der Wadenmuskelpumpe) bei längerem Sitzen oder Stehen, bei Flugreisen oder Autofahrten zur Förderung des venösen Rückflusses Kompressionsstrümpfe oder –wickel korrekt anlegen und nach Arztanordnung tragen ausreichend trinken Übergewicht reduzieren Hochlagerung der Beine um 20 Grad (nur bei intaktem Herz)

Eine Lungenembolie ist ein lebensbedrohliches Ereignis, bei dem ein Blutpfropf die Lungenarterie verlegt, Infolgedessen kann das Blut zum Wiederanreichern mit Sauerstoff nicht weiter transportiert werden und staut sich zurück zum Herzen, Zum einen bedeutet das eine Herzschädigung durch den überhöhten Druck, zum anderen eine Minderversorgung des Körpers mit Sauerstoff,

  • Die Ursache ist in über 90 % der Fälle ein Thrombus aus den tiefen Beinvenen oder Beckenvenen, der sich losgelöst hat und in den immer dünner werdenden Gefäßen der Lunge stecken bleibt.
  • Da meistens die Lungenarterie nicht komplett verlegt ist, können die Symptome einer Lungenembolie sehr diffus sein.

Husten, Atemnot, Herzrasen oder Schwindel sind Anzeichen für eine Lungen- oder Herzerkrankung und sollten immer sofort abgeklärt werden. Wird die Lungenarterienembolie nämlich rasch erkannt und die Therapie eingeleitet, lassen sich schwere Verläufe und Folgeschäden vermeiden.

  1. Die Behandlung zielt meist auf eine medikamentöse Thrombolyse ab, bei der sich der Embolus durch Heparin oder ähnliche Substanzen auflöst.
  2. Selten muss der Blutpfropf durch eine invasive Maßnahme entfernt werden.
  3. Die meisten Betroffenen müssen lebenslang blutverdünnende Medikamente einnehmen, um das Risiko eines Rezidivs zu minimieren.

Doch auch andere Maßnahmen helfen, Thrombosen und daraus resultierende Embolien zu vermeiden.