Warum Wikipedia In TüRkei Gesperrt?

Warum Wikipedia In TüRkei Gesperrt
Rechtliches Verfahren – Die Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei ist durch Artikel 26 der türkischen Verfassung von 1982 garantiert, aber de facto wiederholt Eingriffen ausgesetzt. Das Verfahren bei einer Sperrung und dessen Kontrolle durch Gerichte ist im Gesetz Nr.5651 geregelt.

  • State-sponsored terrorism – Turkey
  • Foreign involvement in the Syrian Civil War – Turkey

In diesen Artikeln war nach Meinung der verantwortlichen türkischen Behörden fälschlicherweise behauptet worden, dass die Türkei Terrororganisationen unterstütze. Am 5. Mai 2017 lehnte ein Richter des ersten Strafgerichts in Ankara den Antrag der Wikimedia Foundation mit Sitz in San Francisco auf Aufhebung der Sperre ab.

Daraufhin legte die Foundation Verfassungsbeschwerde vor dem Verfassungsgericht der Republik Türkei ein. Am 26. Dezember 2019 gab das Verfassungsgericht der Klage der Foundation statt und entschied, dass die Blockade von Wikipedia gegen die Meinungsfreiheit verstößt. Die Umsetzung des Urteils wurde an ein Gericht in Ankara übermittelt.

Wikimedia Deutschland nannte die Entscheidung einen großen Erfolg. Die Wikimedia Foundation hatte ebenfalls beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Klage eingereicht. Der türkische Transportminister Ahmet Arslan forderte im Sender NTV, dass Wikipedia ein Vertretungsbüro in der Türkei einrichten und Steuern zahlen solle.

Wie ist die Lage von Türkei?

Offizieller Name: Republik Türkei Hauptstadt: Ankara Kontinent: Europa, Asien Währung: Türkische Lira Sprachen: Türkisch Fläche: 814.578 km² Einwohner: 83 Millionen Nationalfeiertag: 29. Oktober, “Tag der Republik” Warum Wikipedia In TüRkei Gesperrt Die Türkei liegt mit nur drei Prozent ihrer Fläche im Südosten von Europa, der viel größere Rest des Landes gehört zu Asien. Das Marmarameer und zwei Meerengen trennen den europäischen vom asiatischen Teil ab. Im Norden grenzt die Türkei an das Schwarze Meer, im Süden und Westen an das Mittelmeer.

Griechenland, Bulgarien, Zypern, Syrien, Irak, Iran, Armenien und Georgien sind Nachbarländer. Die “Yeni Cami”-Moschee in Istanbul. Die Türkei hat ein Präsidialsystem. Die Mehrheit der Türken und Türkinnen hat das 2017 bei einer Volksabstimmung entschieden. Seitdem ist der Staatspräsident auch Regierungschef.

Er hat sehr viel Macht, um seine politischen Vorstellungen durchzusetzen. Die Gewaltenteilung gibt es praktisch nicht mehr. Die türkische Verwaltung ist zentralistisch, Das bedeutet, dass die Landkreise und Provinzen von Politikern regiert werden, die von der Regierung in der Hauptstadt bestimmt wurden.

Fahnen der Türkei und der EU wehen vor einer Moschee in Istanbul. Seit 2005 führen die Europäische Union und die Türkei Beitrittsverhandlungen. Die Europäische Union stellt an ihre Mitglieder politische und wirtschaftliche Forderungen. Die Hauptthemen bei den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sind die Beachtung der Menschenrechte, eine stabile Demokratie, Meinungsfreiheit und der Schutz von Minderheiten,

Dabei geht es insbesondere um die kurdischen Bevölkerung, Bis jetzt sind die Verhandlungen zu keinem Ergebnis gekommen, weil die EU ihre Anforderungen an eine Mitgliedschaft nicht als erfüllt ansieht. Ob in den nächsten Jahre weiterhin über einen Beitritt der Türkei zur EU verhandelt wird, ist ungewiss.

Istanbul, die größte Stadt des Landes mit über 15 Millionen Einwohner/innen, ist die einzige Stadt der Erde, die auf zwei Kontinenten liegt. Die Bosporus -Meerenge teilt hier Europa von Asien. Istanbul ist eine der ältesten Städte der Welt. Früher hieß sie „Konstantinopel”. Istanbul ist die bekannteste und wirtschaftlich wichtigste Stadt in der Türkei.

Hauptstadt aber ist die Stadt nicht. Das ist vielmehr die Stadt Ankara mit “nur” über 4,5 Millionen Einwohner/innen. Ankara liegt mitten in der Türkei. Innenansicht der Sokollu-Moschee in Istanbul. Durch die Fenster fällt viel Licht in die Moschee. Wer aus einem christlich geprägten Land in die Türkei kommt, reist nicht nur in ein anderes Land, sondern auch in eine andere Kultur,

Der Islam ist die wichtigste Religion der Türkei. Auch der Staatspräsident achtet darauf, dass die Menschen islamische Sitten und Gebräuche respektieren. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen dem Leben in der Stadt und auf dem Land. Die großen Städte im Westen der Türkei sind sehr modern und viele Menschen dort sind westlich orientiert und gekleidet.

Auf dem Land und im Osten der Türkei ist das anders. Dort geht es traditioneller zu. Dieser Teil der Türkei ist weit weniger entwickelt. In der Gesellschaft gibt es also große wirtschaftliche und soziale Unterschiede. Die Türkei blickt auf eine lange und spannende Geschichte zurück.

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So befanden sich gleich zwei der sieben antiken Weltwunder in dem Land: Das Mausoleum von Halikarnassos in Bodrum und der Artemistempel in Ephesos. Und an vielen Orten stößt man auf Überreste aus der Zeit der Herrschaft des Römischen Reiches und aus der frühen Geschichte des Christentums. Aber die meisten Urlauber freuen sich in erster Linie auf die schönen Strände am Mittelmeer, die Gastfreundschaft der heimischen Bevölkerung und das leckere Essen.

Die Ortahisar Festung in Kappadokien.

Wie lange kann ich in der Türkei leben?

Aufenthaltsrecht – Deutsche Staatsangehörige können sich in der Türkei bis zu 90 Tagen visumfrei aufhalten. Ist ein Aufenthalt von mehr als 90 Tagen geplant, so sollte vor der Einreise bei den zuständigen türkischen Auslandsvertretungen in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden.

  1. Antragsverfahren Erst- und Verlängerungsanträge zum Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis können online gestellt werden.
  2. Das Onlineportal der Generaldirektion für Migration finden Sie hier: Onlineportal GGMM Arten der Aufenthaltserlaubnis Die Voraussetzungen der Aufenthaltserlaubnis richten sich nach der Art der begehrten Aufenthaltserlaubnis.

Je nach Aufenthaltszweck kann eine Kurzzeit-, Familien-, Studien- oder Langzeit-Aufenthaltserlaubnis beantragt werden. Der Gültigkeitszeitraum der Aufenthaltserlaubnis kann je nach Art der Aufenthaltserlaubnis variieren. Detaillierte Informationen können Sie dem türkischen Gesetz für Ausländer und internationalem Schutz (Gesetz Nr.6458) entnehmen.

Ausländeridentitätsnummer Ausländer, die eine mindestens 6-monatige Aufenthaltsgenehmigung („İkamet Tezkeresi”) sind, erhalten eine Ausländeridentitätsnummer („Yabancı Kimlik Numarası”). Die aktivierte Ausländeridentitätsnummer ist wichtig, um Dienstleistungen von Behörden, privaten Institutionen oder Krankenhäusern in Anspruch zu nehmen.

Um die ihnen zugewiesene Identifikationsnummer zu ermitteln, können Sie das Onlineüberprüfungssystem der Generaldirektion für Staatsangehörigkeits– und Personenstandsangelegenheiten unter folgendem Link nutzen: Ausländeridentitätsnummer Rechtliche Grundlagen einer Arbeitserlaubnis Aus dem türkischen Arbeitserlaubnisgesetz für Ausländer (Gesetz Nr.4817) ergibt sich, dass ausländische Staatsbürger, die erstmalig eine Arbeitserlaubnis beantragen, den Antrag auf Arbeitserlaubnis bei den türkischen Generalkonsulaten in Deutschland stellen müssen.

Ausländer, die über eine gültige Aufenthaltserlaubnis verfügen, oder deren Arbeitgeber, können den Antrag auf Arbeitserlaubnis auch in der Türkei beim Ministerium für Arbeit und Soziale Sicherheit („Çalışma ve Sosyal Güvenlik Bakanlığı”) stellen. Arbeitserlaubnis legitimiert den Aufenthalt Der Besitz einer gültigen Arbeitserlaubnis oder die Befreiung von ihr legitimiert zugleich den Aufenthalt in der Türkei.

Ein gesonderter Antrag auf Aufenthaltserlaubnis erübrigt sich dann. Berufszugang/Erwerbsbeschränkungen Die Ausübung bestimmter Berufe wie z.B. dem des Rechtsanwaltes, Notars, Apothekers, Richters ist weiterhin auf die türkischen Staatsbürger beschränkt.

Dagegen können ausländische Ärzte und Krankenschwestern seit Ende 2011 in Privatkliniken ihre medizinische Tätigkeit ausüben. Für Berufe im Ingenieurs-, Architekten- und Tourismuswesen sind Sonderbestimmungen vorgesehen. Für die Anstellung als Beamter ist die türkische Staatsangehörigkeit erforderlich.

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Für Inhaber einer „Mavi-Kart” gelten Ausnahmen. Lesen Sie hierzu bitte unter dem Stichpunkt „Aufenthaltsrecht” weiter.

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Welches Land ist ein freies Land?

Freies Land (2019)

Film
Originaltitel Freies Land
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Stab

Wann ist Türkei unabhängig?

Gründung der Republik Türkei – Am 11. Oktober 1922 verhandelten die Alliierten in Mudanya über ein Waffenstillstandsabkommen mit der türkischen Regierung ohne die Beteiligung der Griechen. Am 1. November stimmte die Nationalversammlung für die Trennung von Sultanat und Kalifat und für die Aufhebung des Sultanats.

Mitte November musste der letzte osmanische Sultan Mehmed VI. das Land verlassen. Sein Cousin Abdülmecid II. übernahm das Amt des Kalifen. Im Vertrag von Lausanne wurden am 24. Juli 1923 die Bestimmungen aus dem Vertrag von Sèvres revidiert und so der Verlust großer Teile des heutigen Staatsgebiets der Türkei verhindert und die neuen Grenzen völkerrechtlich anerkannt.

Nachdem alle ausländischen Kräfte aus Anatolien abgezogen waren, rief Mustafa Kemal am 29. Oktober 1923 die Republik aus. Später erhielt er den Nachnamen „Atatürk” („Vater der Türken”) und wurde der erste Präsident der Republik. Durch den Vertrag von Montreux vom 20.

Wo gibt es freies Land?

Terrae Nullius im 20. und 21. Jahrhundert – Das größte Niemandsland weltweit ist Marie-Byrd-Land in der Antarktis, das, abgesehen von seinem Küstenbereich, von keiner Nation beansprucht wird. Daneben gibt es in der Antarktis Gebiete, die zwar von bestimmten Nationen beansprucht werden, aber völkerrechtlich umstritten sind.

  • Die Regierung der Vereinigten Staaten erklärte, dass sie Gebietsansprüche nicht anerkenne und die gesamte Antarktis Niemandsland sei (siehe Antarktisvertrag ),
  • Noch 1931 besetzte Norwegen ein Gebiet im Osten Grönlands mit der Terra-Nullius -Begründung.
  • Der Ständige Internationale Gerichtshof entschied 1933 jedoch in dieser Angelegenheit für Dänemark,

In der Geschichte gibt es mehrere Beispiele für sogenannte Neutrale Zonen zwischen zwei Staaten. Die bekanntesten waren die Neutrale Zone zwischen Saudi-Arabien und Irak, die von 1922 bis 1991 Bestand hatte, und die Neutrale Zone zwischen Saudi-Arabien und Kuwait, die von 1922 bis 1970 bestand.

Diese Gebiete wurden von den angrenzenden Staaten gemeinsam verwaltet.1992 stellte in Australien das höchste Gericht des Landes in der Entscheidung Mabo v. Queensland (No.2) fest, dass der Kontinent vor Beginn der Kolonisierung durch England keine Terra Nullius war. Dies führte dazu, dass den Aborigines und Torres-Strait-Insulanern mit dem Native Title Landrechte gewährt wurden.

Im Nahostkonflikt gibt es die beispielsweise vom Völkerrechtler Elihu Lauterpacht, dem Herausgeber von Oppenheim’s International Law vertretene – wenngleich stark umstrittene – Auffassung, dass kein Staat zu Beginn des Krieges von 1948/49 Souveränität über das Westjordanland gehabt habe und Jordanien sich durch die militärische Aneignung im Verlauf dieses Krieges keine legitimen Rechte an dem Gebiet erworben habe.

In seinen Augen war das Gebiet daher Terra Nullius, „das sich jeder Staat aneignen durfte, der effektive und stabile Kontrolle ausüben konnte, ohne auf illegale Mittel zurückzugreifen.” Bir Tawil ist ein kleines Gebiet zwischen den Grenzen von Ägypten und Sudan, das aufgrund verschieden ausgelegter Grenzziehungen von 1899 und 1902 als Niemandsland gilt.

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Eine Kuriosität stellt das Fürstentum Sealand dar. Ein Privatmann proklamierte 1967 eine verlassene Plattform vor der Küste Englands, die er als Terra Nullius ansah, zu einem unabhängigen Staat. Die Mikronation erfuhr allerdings keinerlei internationale Anerkennung.

Welcher Staat wird nur von der Türkei anerkannt?

Zypernkonflikt – Gebäudeschäden in Nikosia nach Unruhen zwischen griechischen und türkischen Zyprern (1969) 1963 gab es Unstimmigkeiten zwischen dem „türkischen” und „griechischen” Teil der ethnisch vermischten Bevölkerung über Verfassung und Gesetze, Ausübung der Staatsgewalt etc.

Dieser Streit, von Extremisten auf beiden Seiten systematisch eskaliert, machte ein weiteres gemeinsames Regieren unmöglich. Die türkisch-zyprischen Regierungsmitglieder zogen sich aus der Regierung zurück und strebten seitdem ein selbstverwaltetes Gebiet an, während viele griechischsprachige Zyprer den Anschluss an Griechenland ( Enosis ) anstrebten.1974 kam es zu einem Putsch von Offizieren der Militärjunta in Griechenland und der Zyprischen Nationalgarde gegen Präsident Makarios,

Daraufhin intervenierte die Türkei als Garantiemacht des Londoner Garantievertrages unter Berufung auf einen mutmaßlichen Anschluss der Insel an Griechenland und besetzte den Norden der Insel, Seitdem hat die Türkei in einem Gebiet, das etwa 37 % der Insel entspricht, Truppen stationiert.

  1. Die verfassungsmäßig vorgesehene Mitwirkung der Zyperntürken in den staatlichen Institutionen der Republik Zypern findet seither ebenfalls nicht mehr statt.1977 starb Makarios, und Spyros Kyprianou folgte als Präsident.
  2. Dieser wurde von der Türkei und den Zyperntürken allerdings nicht anerkannt.
  3. Darauf veranlasste der griechische Süden Wirtschaftssanktionen gegen den Norden.

Der Norden seinerseits antwortete nach Verfolgungen und Tötungen von Zyperntürken mit der Vertreibung von mehreren Zehntausend Zyperngriechen und der Ansiedlung von mehreren Zehntausend Türken aus der Türkei, wodurch das zahlenmäßige Gewicht des türkischen Bevölkerungsanteils gegenüber den Zyperngriechen erhöht wurde.

Unter Verletzung des Londoner Garantievertrages wurde am 15. November 1983 auf dem von türkischen Truppen besetzten Nordteil der Insel die Türkische Republik Nordzypern ausgerufen, die völkerrechtlich allerdings nur von der Türkei anerkannt wird; zudem hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in seiner Resolution 541 vom 18.

November 1983 die Unabhängigkeitserklärung für rechtlich ungültig erklärt und den Abzug der türkischen Streitkräfte gefordert. Am 4. Juni 1990 wurde der Beitrittsantrag Zyperns zur Europäischen Union (EU) gestellt, der de jure für die gesamte Insel gilt, da auch die EU die Türkische Republik Nordzypern nicht anerkennt. Nordzyprischer Kontrollpunkt im Westen von Nikosia Verhandlungen unter Führung der Vereinten Nationen sollten eine Annäherung beider Seiten bringen; der im Jahre 2004 vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan vorgelegte „ Annan-Plan ” sah vor, dass Zypern nach dem Vorbild der Schweiz als Staatenbund aus zwei Teilstaaten vereinigt werden sollte, deren Einwohner sowohl die zyprische als auch die Staatsangehörigkeit des Landes, aus dem sie stammen, erhalten.

In zeitgleichen Volksabstimmungen mit 87 bzw.88 % Wahlbeteiligung wurde der „Annan-Plan” von den Zyperntürken mit Zweidrittelmehrheit gebilligt, von den Zyperngriechen jedoch mit Dreiviertelmehrheit abgelehnt, weil diese die faktische rechtliche und territoriale Wiederherstellung der Republik Zypern in einem Staate fordern.

Seit 2008 läuft ein neuer Wiedervereinigungsversuch. Größter Streitpunkt ist die Staatsordnung. Die Zyperngriechen wünschen sich eine stärkere Bundesrepublik, während sich die Zyperntürken eine Konföderation wünschen. Bereits nach 1960 litt die Republik Zypern unter dem Vetorecht der beiden Volksgemeinschaften.